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Eine Tochter macht die Wohnung ihrer Eltern altersgerecht sicherer
Nach dem Krankenhaus

Wohnung altersgerecht vorbereiten: Die 10 wichtigsten Sofortmaßnahmen

3 Minuten
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Warum jetzt handeln?

Nach einem Krankenhausaufenthalt zählt oft jede Woche: Ihr Angehöriger soll sicher und selbstbestimmt wohnen können. Kleine Veränderungen in der Wohnung helfen sofort – und entlasten Sie im Alltag. Hier finden Sie die wichtigsten Sofortmaßnahmen für eine altersgerechte Wohnung und Hinweise zum Zuschuss für die Wohnraumanpassung.

1. Stolperfallen entfernen

Lose Teppiche, Kabel, hohe Türschwellen: All das kann schnell zum Risiko werden. Entfernen Sie lose Teppiche ganz oder fixieren Sie sie rutschfest. Kabel sollten an den Wänden entlang geführt werden. Türschwellen lassen sich mit kleinen Rampen aus dem Sanitätshaus überbrücken.

2. Haltegriffe anbringen

Im Bad, an der Toilette und in der Dusche geben Haltegriffe Sicherheit. Es gibt sie zum Schrauben oder zum Kleben (für Mietwohnungen). Achten Sie auf eine stabile Anbringung. Auch am Bett oder an Treppenaufgängen können Haltegriffe sinnvoll sein.

3. Gute Beleuchtung schaffen

Schlechte Sicht erhöht die Sturzgefahr. Sorgen Sie für helles, blendfreies Licht in Flur, Bad und Schlafzimmer. Bewegungsmelder oder Nachtlichter helfen, sich nachts sicher zu orientieren.

4. Möbel umstellen

Stellen Sie Möbel so, dass breite und gerade Laufwege entstehen. Entfernen Sie kleine Beistelltische oder Pflanzen, die im Weg stehen. Halten Sie Laufwege mindestens so breit, dass ein Rollator problemlos genutzt werden kann.

5. Rutschfeste Unterlagen nutzen

Rutschfeste Matten in Badewanne, Dusche und vor dem Waschbecken vermindern die Sturzgefahr. Achten Sie auch auf rutschfeste Socken oder Hausschuhe, falls Ihr Angehöriger gerne barfuß läuft.

6. Sitzmöglichkeiten schaffen

Eine stabile Sitzgelegenheit im Flur (z. B. zum Schuhe anziehen) oder in der Küche (für kurze Pausen) entlastet im Alltag. Klappbare Wandstühle sparen Platz.

7. Türgriffe und Lichtschalter prüfen

Sind Türgriffe leicht zu bedienen? Lassen sich Lichtschalter im Sitzen erreichen? Tauschen Sie schwer gängige Griffe gegen Modelle mit Hebel aus. Lichtschalter lassen sich oft mit größeren Tastern nachrüsten.

8. Höhen anpassen

Häufig genutzte Dinge (Tassen, Medikamente, Kleidung) sollten leicht erreichbar stehen – weder zu hoch noch zu tief. Hocker oder Trittleitern sind keine sichere Lösung! Besser: Umräumen.

9. Badezimmer anpassen

Eine erhöhte Toilettensitzbrille, ein Duschhocker und ein flexibler Duschkopf erleichtern die tägliche Hygiene. Für die Dusche gibt es mobile Einstiegshilfen. Achtung: Für größere Umbauten (z. B. bodengleiche Dusche) gibt es Zuschüsse, siehe unten.

10. Notrufsystem einrichten

Ein Hausnotrufsystem oder zumindest ein Handy mit Notruffunktion sorgt für Sicherheit – besonders, wenn Ihr Angehöriger viel allein ist. Viele Anbieter beraten kostenlos zu passenden Lösungen.

Zuschuss für die Wohnraumanpassung

Die Pflegekasse kann einen Zuschuss für Maßnahmen zur Wohnraumanpassung zahlen, wenn ein Pflegegrad vorliegt. Dazu zählen z. B. der Einbau von Haltegriffen, verbreiterte Türen oder eine bodengleiche Dusche. Die Höhe des Zuschusses ist gesetzlich geregelt und gilt pro Maßnahme – prüfen Sie die aktuellen Bedingungen bei Ihrer Pflegekasse. Beantragen Sie den Zuschuss, bevor Sie mit größeren Umbauten beginnen. Lassen Sie sich dazu kostenlos beraten: Die Pflegeberatung Ihrer Pflegekasse oder der örtliche Pflegestützpunkt helfen Ihnen bei allen Fragen rund um barrierefreies Wohnen (§ 7a SGB XI).

Was Sie jetzt tun können

Nutzen Sie unseren kostenfreien Pflege-Startcheck. Er hilft Ihnen, die wichtigsten Maßnahmen individuell zu planen und gezielt anzugehen.

Begriffe dazu: Kurzzeitpflege: Definition, Ablauf und Kostenüberblick, Pflegehilfsmittel: Was sie sind und wie Sie sie beantragen und Wohnraumanpassung: Zuschuss für barrierefreien Umbau.